Maria Helena da Rocha Paranhos

Maria Helena da Rocha Paranhos wurde in Rio de Janeiro geboren und wuchs in Curitiba auf. Dort besucht sie die Sporthochschule (1974) und studierte gleichzeitig an der UFPR (Universidade Federal do Paraná) Architektur und Stadtplanung (1975). Studienabschlüsse machte sie sowohl in Brasilien (Stadtplanung – 1980) als auch an der TU Berlin (Belebung urbaner Ballungsräume – 1982/83), dort absolvierte sie von 1998-2002 auch ihr Promotionsstudium.

 

Abgesehen von der Durchführung vieler verschiedener architektonischer Projekte, ihrer langjährigen Zusammenarbeit mit führenden Architekten und der Gründung ihrer eigenen Firma, verfügt sie obendrein über umfangreiche Erfahrungen, die die Arbeit im öffentlichen Raum in Brasilien betreffen. Sie war diesbezüglich u.a. für die Genehmigung verschiedener Projekte und für das Thema der Sozialwohnungen in Curitiba verantwortlich, reichte zudem zahlreiche Lösungsvorschläge für die städtischen Slums ein. Von 1994 bis 2002 war sie Beraterin des Gouverneurs Jaime Lerner, während dessen zweifacher Amtszeit als Regierungschef des Bundesstaates Paraná.

 

Maria Helena da Rocha Paranhos arbeitete lange Zeit im brasilianischen Energiesektor (1986-2006) und beschäftigte sich vor allem mit dem Thema der negativen sozioökonomischen Auswirkungen durch die Implementierung von Wasserkraftwerken. Durch ihr Engagement für die Durchsetzung wegweisender Maßnahmen zur Minimierung dieser negativen Auswirkungen verfügte sie über eine wichtige Stimme in diesem Sektor und wurde zur Referenz der ELETROBRAS-Holding; sie übernahm schließlich das Exekutivsekretariat der PRODESCA – Wirtschafts- und Sozialentwicklungsprojekt für die vom Staudammbau (Wasserkraftwerken) betroffenen Gemeinschaften.

 

Während ihrer Promotion in Berlin (1998-2002) koordinierte und organisierte sie zahlreiche brasilianische Veranstaltungen und kulturelle Projekte des Brasilianischen Kulturinstituts in Deutschland – ICBRA, oft in Zusammenarbeit mit der Brasilianischen Botschaft in Deutschland und/oder deutschen Institutionen, darunter das Haus der Kulturen der Welt, das Ethnologische Museum in Dahlem, verschiedene Kinos und Galerien.
Zwischen 1978 und 1985 war sie Assistenzprofessorin für Architektur und Städtebau an der PUC – Katholischen Universität von Paraná. Seit 1991 ist sie Mitinhaberin des Architekturbüros PLANEJAR – Architektur und Planung Ltda in Curitiba, in Partnerschaft mit dem Architekten Paulo César Braga Pacheco.

 

Von 2013 bis 2014 unterstützte sie als Beraterin die Koordinierung des Deutschlandjahrs in Brasilien.

 

Derzeit lebt die Expertin Maria Helena Paranhos in Deutschland (Berlin) und Brasilien (Curitiba), wo sie Dienstleistungen für öffentliche und private Organisationen erbringt. Sie beteiligt sich an Projekten mit dem Ziel, die bilaterale Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Brasilien zu unterstützen, neue Partnerschaften aufzubauen und Geschäftsdelegationen zu betreuen.
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